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CLT, GLT, BSH, BSP, ojemine! Unterschiede des Materials beim Blockhausbau

Im Holzbau, insbesondere beim Bau von Blockhäusern, Massivholzhäusern und modernen Holzgebäuden, spielen zwei Materialien eine zentrale Rolle: BSP (Brettsperrholz) und BSH (Brettschichtholz). Beide gehören zu den sogenannten Engineered Wood Products (Massivholzprodukte) und überzeugen durch Nachhaltigkeit, Tragfähigkeit und Präzision. Doch sie unterscheiden sich grundlegend in Aufbau, Einsatzbereich und Eigenschaften.

Was bedeuten die Abkürzungen?

  • BSP – Brettsperrholz Die Abkürzung leitet sich direkt von der Herstellungsweise ab: „Bretter“ werden „sperrig“ (kreuzweise) verklebt. Auf Englisch heißt es CLT – Cross Laminated Timber (kreuzverleimtes Holz). Die Faserrichtung der einzelnen Lagen wechselt um 90 Grad – ähnlich wie bei Sperrholz, nur mit deutlich dickeren Brettern (meist 3–9 Lagen).
  • BSH – Brettschichtholz Hier werden „Bretter“ parallel (in Schichten) verleimt. Die gängige englische Bezeichnung ist GLT oder Glulam – Glued Laminated Timber (verleimtes Schichtholz). Alle Fasern verlaufen in Längsrichtung.

Beide Produkte entstehen durch Verleimung von sortierten, technisch getrockneten Holzlamellen, wodurch natürliche Schwächen des Vollholzes (Äste, Risse, Verformungen) minimiert werden.

Die hauptsächlichen Unterschiede

Der entscheidende Unterschied liegt in der Faserausrichtung:

  • BSP/CLT: Kreuzweise Verleimung → hohe Stabilität in zwei Richtungen (zweiachsige Lastabtragung). Die Platten sind formstabil, schwinden und quellen kaum und eignen sich hervorragend für flächige Bauteile.
  • BSH/GLT: Parallele Verleimung → maximale Tragfähigkeit in einer Richtung (Längsrichtung). Ideal für lineare Tragelemente wie Balken oder Stützen.

Weitere Unterschiede:

  • Abmessungen: BSP wird meist als große Platten (Wand- oder Deckenelemente) produziert. BSH als Balken oder Träger in variablen Längen (bis über 60 m möglich).
  • Verarbeitung: BSP ermöglicht eine hohe Vorfertigung ganzer Raummodule. BSH wird oft individuell für das Tragskelett angepasst.

Vorteile von BSP (CLT)

  • Flächige Tragfähigkeit: Perfekt für Wände, Decken und Dächer – ersetzt teilweise Beton.
  • Formstabilität und Schallschutz: Geringe Verformung durch Feuchte, guter Schall- und Brandschutz.
  • Schnelle Montage: Hoher Vorfertigungsgrad verkürzt Bauzeiten erheblich.
  • Nachhaltigkeit: CO₂-Speicher, geringer Energieaufwand bei der Herstellung, leicht und ressourcenschonend.
  • Gesundes Raumklima: Natürliches Holz reguliert Feuchte und sorgt für ein angenehmes Wohngefühl.

Nachteil: Weniger geeignet für extrem hohe punktuelle Lasten in einer Richtung im Vergleich zu BSH.

Vorteile von BSH (GLT)

  • Hohe Tragfähigkeit: Bis zu 50–80 % tragfähiger als Vollholz bei gleichem Querschnitt – ideal für große Spannweiten ohne Stützen.
  • Dimensionsstabilität: Weniger Verzug, Rissbildung oder Setzung.
  • Ästhetik: Sichtqualitäten (Si/NSi) ermöglichen sichtbare, hochwertige Oberflächen.
  • Flexibilität: Kann gebogen oder in Sonderformen produziert werden.

Nachteil: Primär für lineare Elemente – weniger für großflächige Wände geeignet.

Fazit zum Einsatz: BSP und BSH ergänzen sich perfekt. In modernen Holzbauten bilden BSP-Platten oft die aussteifenden Wände und Decken, während BSH das tragende Skelett (Balken, Stützen) bildet.

Produktinnovationen aus dem Hause HONKA

Der finnische Hersteller Honka gilt als Pionier im modernen Blockhausbau und setzt auf hochwertige, nordische Kiefer und Fichte. Neben traditionellen Rund- und Kanthölzern bietet Honka innovative Profil-Systeme, die auf den Vorteilen von Massivholz und CLT-Technologie basieren.

 

  • HCL-Profile (Honka CLT Logs): Diese sind die moderne Weiterentwicklung im CLT-Bereich. Die Honka Fusion+ CLT Logs (z. B. HCL 134P, 204P, 270P) bestehen aus mehreren kreuzverleimten Abschnitten mit vertikaler Mittellamelle. Sie sind nicht-setzend (minimales Schwinden), ermöglichen schlanke, minimalistische Fugen und lassen sich hervorragend mit Glas, Stein oder anderen Materialien kombinieren – ideal für urbane und moderne Architektur. Vorteile: Große Glasflächen ohne breite Setzungsabdeckungen, hohe Luftdichtigkeit, minimale Klebefugen und exzellente Kombinierbarkeit.
  • VLL-Profile (z. B. VLL 88N, 112N, 134N): Leichtere, mehrschichtige (multi-laminated) Kanthölzer mit schmaleren Profilen. Sie bieten eine gute Balance aus Stabilität und schlankem Design.
  • MLL-Profile (z. B. MLL 134N, 182N, 204N etc.): Stärkere, mehrlagige Profile für höhere Anforderungen an Tragfähigkeit und Wärmedämmung. Diese massiven, verleimten Hölzer behalten die natürliche Atmungsfähigkeit des Holzes bei und sorgen für langlebige, energieeffiziente Wände.

Honka zeichnet sich durch jahrzehntelange Erfahrung, extrem getestete Systeme und den Fokus auf Healthy House™-Prinzipien aus: natürliches, atmendes Massivholz für ein gesundes Innenraumklima, kombiniert mit moderner Technik für minimalistische Ästhetik und Nachhaltigkeit.

 

Ob klassisches Blockhaus oder modernes Massivholzgebäude – BSP/CLT und BSH/GLT ermöglichen zusammen mit Premium-Lösungen wie denen von Honka Bauweisen, die ökologisch, ästhetisch und statisch überzeugen.

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